Montag, 13. November 2017

Stricken mit Wollresten - Adventskalender aus Socken

Bildquelle: Sabine Wolfram, Plauen
Wer kennt es nicht, dass sich im Lauf der Zeit immer mehr Wollreste ansammeln. Man sammelt und sammelt und doch benötigt man selten etwas davon. Manchmal habe ich die Reste bei Ebay verkauft, manchmal auch in die Grundschule gegeben, weil da eher diverse Wollreste für den Werkunterricht oder den Hort benötigt wurden. 

Doch man lässt sich auch gern mal übers Internet inspirieren, wenn gerade keine Lust auf größere Handarbeitsprojekte vorhanden ist.
 
 So bin ich im letzten Jahr auf Adventskalender aus Socken gekommen. Zwei Stück habe ich in diesem Jahr geschafft. Dazu habe ich jeweils 24 Socken gestrickt. Die Socken für Nikolaus und Weihnachten etwas größer als die anderen Socken. Dazu wurden alle Socken mit Zahlen bestickt und danach an eine große Kette angehäkelt.

Für die Socken habe ich, je nach Materialstärke 8 bzw. 9 Maschen - 32/36 Maschen gesamt - auf ein Nadelspiel aufgenommen. Gestrickt wurde immer mit Nadelgröße 3. Das Bündchen bekam immer 6 Runden, danach 12 Runden glatt rechts. Nun wurde die Käppchenferse gestrickt und dann wieder 12 Runden glatt rechts, bevor die Abnahme für die Fußspitze erfolgte. Verstrickt und verhäkelt wurden für beide Kalender jeweils ca. 220 Gramm Wolle und manchen kleinen Rest konnte ich damit erfolgreich und vor allem komplett verarbeiten.

Dienstag, 15. August 2017

Strudelmütze

Sabine Wolfram, Plauen
Heute mal eine Mütze. Erst mal nur im Kleinformat zum testen, ob die Überlegungen auch zum gewünschten Ziel führen. Das Ergebnis seht ihr auf dem Bild. Die Mütze ist gehäkelt und die Fadenenden vom Farbwechsel habe ich am Ende nur miteinander verknotet und anstatt einer Bommel dran gelassen.

Die Anleitung

Wie schon oben geschrieben ist, die Mütze gehäkelt. Bis auf die Luftmaschen für den Anfang, wird komplett mit halben Stäbchen gearbeitet. Dabei hat man die Schlaufe von der letzten Masche auf der Häkelnadel, macht noch einen Umschlag und stickt in die kommende Masche der Vorreihe um den Arbeitsfaden nach vorne zu holen. Man hat nun drei Schlaufen auf der Häkelnadel liegen und holt noch mal den Arbeitsfaden, um ihn durch alle drei Schlaufen zu ziehen. Fertig ist die nächste Masche.

Sabine Wolfram, Plauen

Wie links auf dem Bild zu sehen ist, wird die Mütze zunächst in Reihen gearbeitet. Um die Schräge zu erreichen, habe ich wie folgt gehäkelt. Zuerst wurden 41 Luftmaschen mit der gelben Wolle aufgenommen. In der ersten Reihe die erste Luftmasche überspringen und in die zweite Luftmasche werden zwei halbe Stäbchen gearbeitet. Danach in jede Luftmasche ein halbes Stäbchen. Die vorletzte Luftmasche überspringen.
In der Rückreihe habe ich die erste Masche gehäkelt und danach eine übersprungen. Am Ende dann in die vorletzte Masche wieder zwei halbe Stäbchen.

Damit das Relief entsteht, werden die Rückreihen etwas anders gehäkelt. Das ist am Anfang gewöhnungsbedürftig, aber das wird dann schon. Durch die halben Stäbchen hat man unter der eigentlichen Masche noch eine Art Schlaufe. Diese nutzt man, damit die oberste Masche nach vorne kippt. 
Sabine Wolfram, Plauen
Ich hoffe man kann das auf dem Foto rechts gut erkennen. Denn so wie jetzt die Häkelnadel liegt, würde man den Arbeitsfaden nach vorne holen.

In den weiteren Reihen wurde dann die Dopplung der Masche verändert. So habe ich in der Hinreihe immer erst die dritte Masche verdoppelt und in der Rückreihe die vorletzte Masche verdoppelt. Das machte sich besser, da es sonst bei der zweiten Masche immer etwas eng geworden wäre bei der Rückreihe.

Nach jeder zweiten Reihe wurde die Farbe gewechselt und wie schon geschrieben, wurden die Enden der Fäden dann miteinander verknotet, da sie die Bommel ersetzen sollten. Dann nur noch die beiden Kanten von links aneinander legen und miteinander vernähen, oben einen stärkeren Wollfaden durchziehen, damit man die Mütze zusammen ziehen kann. Bei Bedarf kann man noch einen Bund unten stricken oder häkeln.

Dienstag, 25. Juli 2017

Auch mich hat der Virus erwischt


By Sabine Wolfram, Plauen
Lange hat es gedauert, aber nun habe ich mich auch vom Virustuch anstecken lassen. Die Anleitung dazu hatte ich ja schon länger in meiner Sammlung liegen. Aber Auftragsarbeiten und der Brotjob hatten immer oberste Priorität.

Nachdem dann auch das passende Garn, hier Regenbogenträume von Lady Dees´s Traumgarne, konnte es nun losgehen. Die freien Tage, die gerade genieße, werden also sinnvoll genutzt. Und wie das Virustuch wächst, werde ich hier natürlich zeigen.


Da mich schon einige Anfragen zum Virustuch erreicht haben, wo Hilfe erbeten wurde, möchte ich meinen Lesern nicht vorenthalten nach welchen Anleitungen ich arbeite. Einmal kann ich die Videoanleitung von Caroline empfehlen. Dort sind die ersten 11 Reihen erklärt. Zur Ergänzung habe ich noch die Häkelschrift auf Papier. Diese bekommt man über den folgenden Link: Häkelschrift Virustuch Bitte nicht erschrecken, die Datei möchte sich gleich auf dem Rechner speichern, so dass sie dann direkt ausgedruckt werden kann.



Übrigens habe ich nicht nur einen Bobbel gekauft, sondern gleich eine größere Bestellung im Großhandel geordert. Man kann also auch bald Traumgarne in meinem Ebay-Shop erstehen.

Update nach 3 Tagen häkeln.

By Sabine Wolfram, Plauen

Update nach 2,5 Wochen

Ja, es ist fertig. 1.000 Meter ( also 1 Kilometer) Traumgarn ist verhäkelt worden. Nun stehen auch Maße zur Verfügung. Die obere und damit lange Seite ist 1,85 m geworden. Die beiden kürzeren Seiten sind jeweils 1,35 m.
Virustuch - Bildrechte Sabine Wolfram, Plauen

Montag, 10. Juli 2017

Bestrickende Puppenkleidung

Bildquelle: Sabine Wolfram, Plauen
Da ich vom Handarbeiten und Schreiben noch nicht leben kann, brauche ich auch einen Broterwerb. Damit ich also auch weiterhin genug Geld für Wolle habe, unterrichte ich als freie Dozentin. Dort findet man sogar Gleichgesinnte, mit denen man sich in den Pausen austauschen kann. Aber auch Interessenten an der Handarbeit gibt es in den Kursen. 

So wie eine Teilnehmerin vor 6 Wochen. Ihr Kind hatte diese Puppe, aber ohne Bekleidung. Leider sind die Kleidungsstücke, die man dafür kaufen kann, nicht gerade preisgünstig. Also wurde die Puppe einfach bestrickt.
Das Ergebnis davon war, dass der Puppenjunge nun eine Hose und eine Jacke besitzt, die das Kind leicht an- und ausziehen kann. Wurde, laut Aussage der Mutter, am ersten Abend auch gleich mehrmals zelebriert. Der einzelne große Knopf ist das absichtlich so verwendet wurden, da er für die kleinen Finger einfacher zu händeln ist.



Gestrickt wurde die Jacke als drei einzelne Teile, die am Ende zusammen genäht wurden. Die Hose habe ich in Runden gestrickt und dann eben zwei Hosenbeine kreiert. Da die Puppe von Körperbau dem Menschen nicht so sehr ähnelt mussten auch an Stellen Maschen zugenommen werden, wo man bei Kinderkleidung eher reduziert.  Aber am Ende zählt nur, dass das Kind begeistert ist und weiterhin gern mit der Puppe spielt.

Donnerstag, 27. April 2017

Seife selbst gemacht

In den letzten Monaten war ich fast nur mit kleinen Socken beschäftigt. Ja, ich stricke schon für das Weihnachtsgeschäft 2017 und da will ich gut vorbereitet sein, damit genug Ware vorhanden ist. Doch immer nur Socken ist auch recht eintönig und ich habe mich ein wenig umgesehen, was man noch so zu Hause machen kann.
Bildquelle: Sabine Wolfram

Das Thema Seife hat mich gefesselt, aber mit Lauge wollte ich nicht arbeiten. Also weiter recherchieren und so kam ich auf Glyzerinseife. Eine kleine Grundausstattung war schnell gekauft und der erste Versuch ist auch recht gut gelungen. Deswegen kann man nun auch Seife in Form einer Rosenblüte in meinem Ebay-Shop finden.

Montag, 9. Januar 2017

Warmes Tuch für den Hals

Bildquelle: Sabine Wolfram



Endlich habe ich auch mal Zeit gehabt etwas für mich zu häkeln. Ein Tuch, damit der Hals im Winter schön warm bleibt. Als Grundlage habe ich die Anleitung Stellina von Andrea genommen. Die Wolle stammt aus dem Discounter, heißt Tanja und kostet nur 1 Euro pro Knäuel. Sie ist zwar als Sockenwolle im Handel, aber dafür schön weich und etwas dicker. Der Verbrauch liegt bei etwa 270 Gramm. Gehäkelt wurde mit einer Nadel Größe 3,5.







 
Allerdings habe ich ab Reihe 24 die Anleitung nach meinen Vorstellungen abgewandelt. Denn die einzelnen Spitzen wurden mir zu groß. Daher habe noch mal Zwischenspitzen eingearbeitet. Sieht man auf dem Foto an der Stelle, wo die Löcher einmal etwas größer sind. Denn habe ich 5 Maschen übersprungen anstatt der 4, wie in der Anleitung gesagt wird.

Bildquelle: Sabine Wolfram


Nachdem ich dann meine Wunschgröße erreicht habe, wurden an den äußersten Spitzen noch Bänder gehäkelt. Denn eigentlich ist es ja ein Schultertuch, aber ich nutze es ja für den Hals. Die Bänder sorgen dafür, dass das Tuch nicht auseinander rutschen kann, wenn man es trägt. Sie werden einfach vorn unter dem Tuch verknotet. Die Bänder haben eine Breite von 7 Maschen und 33 Zentimeter sind sie jeweils lang.