Montag, 3. November 2014

Mehrfarbiges Set für den Winter

 Vor einiger Zeit hatte die Gelegenheit zwei ältere Bücher über Plauen und das Vogtland geschenkt zu bekommen. Eine junge Mutter hatte sie in dem Haus gefunden, was sie mit ihrer Familie gerade sanierte. Da sie einen kleinen Sohn hat, hatte ich als Dankeschön ein paar Söckchen gestrickt. Beim Treffen erfuhr ich dann, dass es noch eine größere Tochter gibt. Falls sie auch Socken haben möchte, wäre das kein Problem. Das Ergebnis davon könnt ihr hier sehen.
Socken und Mütze sind in den Wunschfarben der kleinen Dame entstanden. Da nach den Socken noch genug Wolle für eine Mütze vorhanden war, ist dieses Set entstanden.
Die Socken sind mit Bumerangferse gestrickt. Pink und Lila immer jeweils zehn Runden und die Zwischenrunden in Schwarz wurden zwei Mal gestrickt. Bei der Mütze ist das selbe Muster gestrickt worden. Der Kopfumfang beträgt 53 cm und damit brauchte ich eine Gesamthöhe von knapp 18 cm (53/30= 17,67) Bei etwa 8 cm habe ich begonnen immer eine Masche vom Rundenende und -anfang in jeder zweiten Runde zusammen gestrickt bis das zweite Mal die lila Wolle ihre zehn Runden hatte. Danach habe ich mit der schwarzen Wolle den Abschluss gestrickt und auch in jeder zweiten Runde Maschen abgenommen. Erst jede 4. und 5. Masche, danach immer die 3. und 4. und so weiter, bis am Ende genug Maschen abgenommen, um mit dem Ende vom Arbeitsfaden durch alle Maschen zu gehen, damit die Mütze oben geschlossen ist. Bommel machen, anbringen und Fäden vernähen. Fertig.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Häkelmützen aus Büschelmaschen - Perfekt für den Herbst

Der Herbst ist da und eine Wintermütze ist einfach noch zu warm. Daher ist eine leichte Häkelmütze genau das Richtige für kleine modebewusste Damen. Mit Büschelmaschen hat man pro Runde gleich einen Zentimeter geschafft und ist somit schnell am Ziel.
Eine Büschelmasche häkeln
Mütze aus Büschelmaschen mit Zierrand

Büschelmaschen werden mit Umschlägen gearbeitet. Auf der Häkelnadel ist die Schlaufe der letzten Masche und man macht nun einen Umschlag. Danach holt man den Arbeitsfaden einmal durch die Masche auf den Nadel, ein weitere Umschlag folgt und am Ende wird der Faden nochmal durch die Masche geholt. Bei einer echten Büschelmasche wird der Arbeitsfaden nun durch die ersten vier Schlaufen gezogen, so dass man noch zwei Schlaufen auf der Häkelnadel liegen hat. Nun wird der Arbeitsfaden nochmals durch die beiden verbliebenen Schlaufen gezogen und die Büschelmasche ist fertig. Bei diesen Mützen wurde es ein wenig anders gearbeitet. Denn er Arbeitsfaden wurde komplett durch alle Schlaufen gezogen.

Der Anfang der Mütze

Begonnen wird sie in der Mitte, als oben. Dazu legt man sich eine Schlaufe vom Arbeitsfaden um den linken Daumen. Dort werden zu Beginn neun feste Maschen gehäkelt, welche man am Ende mit einer Kettmasche zum Kreis schließt. Die vorher gelegte Schlinge ist vor erst größer und man zieht am Ende des Fades, um sie den vorher gehäkelten Maschen anzupassen, damit ein Ring entsteht. Nun wird mit den Büschelmaschen begonnen. Dazu werden zuerst drei Luftmaschen gehäkelt, welche dann der Höhe einer Büschelmasche entsprechen.

Danach wird die erste Büschelmasche so gehäkelt, wie sie oben erklärt wurde. Zwischen zwei Büschelmaschen werden je zwei Luftmaschen gearbeitet. In dieser ersten Runde werden die Maschen verdoppelt, so dass am Ende 18 Büschelmaschen erarbeitet wurden. Die Runden werden immer mit einer Kettmasche abgeschlossen und je drei Luftmaschen begonnen.

Zunehmen bis der Kopfumfang erreicht ist

Den Kopfumfang sollte man vorher ausmessen. Dafür wird direkt über den Ohren gemessen. Im Beispiel der beiden Mützen war jeweils ein Umfang von 54 Zentimetern vorhanden. Es wird bei der Mütze solange gleichmäßig zugenommen, bis etwa 18 Zentimeter im Durchmesser erreicht sind. Denn man rechnet den Kopfumfang durch drei, um Durchmesser und auch die Höhe einer Mütze zu ermitteln.

Dazu muss man auch regelmäßig bei der Mütze Maschen zunehmen. Dazu werden bei jeder sechsten Büschelmasche zwei Stück in die Lücke der vorherigen Runde gehäkelt. Denn die Büschelmasche der aktuellen Runde wird immer an der Stelle platziert, wo man in der Vorrunde die beiden Luftmaschen gehäkelt hat.

Ist der errechnete Umfang erreicht, so sollte man die Büschelmaschen einmal durchzählen. Bei beiden Mützen ergab dies eine Anzahl von 57 Stück. Häkelt man nun normal weiter, so vergrößert sich der Durchmesser, was vermieden werden sollte. Es ist also besser, wenn man zu Beginn oder am Ende einer Runde den ersten Zwischenraum überspringt, um die Anzahl der Maschen konstant zu halten.
 
Der Abschluss

Bei den beiden Mützen wurde zum Abschluss eine Kante mit festen Maschen gehäkelt. Dazu wurden beim Übergang von den Büschelmaschen immer nur an den beiden Luftmaschen je zwei fest Maschen gehäkelt. Auch hier wurden die Runden mit einer Kettmasche abgeschlossen. Die letzte Runde wurden Mäusezähnchen an jeder dritten Masche gemacht. Dazu werden nach einer festen Masche drei Luftmaschen gehäkelt und dann die selbe feste Masche der Vorrunde eine weitere feste Masche gearbeitet. Am Ende werden die Fäden vernäht und die Mütze ist fertig.

Mütze aus Büschelmaschen ohne Zierrand aber mit Häkelblume
 Natürlich kann man eine solche Mütze auch beenden ohne einen Zierrand zu arbeiten. Dazu wird einfach nach dem Erreichen der richtigen Höhe am Ende einer Runde der Faden abgeschnitten. Nun noch durch die letzte Masche ziehen und vernähen. Es kann aber auch eine Kontrastfarbe für die Zierrand verarbeitet werden. Ein Wechsel der Farben bei den Büschelmaschen ist auch möglich, so dass man viele Gestaltungsmöglichkeiten hat.

Samstag, 18. Oktober 2014

Farbenfrohe Wintermützen mit einfachem Muster

Vor allem Kinder sollten im Winter eine Mütze tragen. Wenn es sich dabei um Unikate handelt, ist der Nachwuchs damit gern an den kalten Tagen unterwegs. In diesem Artikel finden Sie eine einfache Anleitung für farbenfrohe Mützen, die bei Kindern und Erwachsenen gut ankommen. Denn nachdem ich für meine Töchter diese Mützen gemacht hatte, kamen auch einige Erwachsene aus meinem Bekanntenkreis und wollten diese Mützen haben.


Material und Zubehör


Für die gelbe Mütze wurde ein Knäuel mit 50 Gramm und 135 Meter Lauflänge von Pro Lana Star benutzt. Dabei ist die Bommel noch nicht mit gerechnet. Die zweifarbige Mütze hat einen Verbrauch von je knapp ein Knäuel mit 50 Gramm und 135 Meter Lauflänge von Pro Lana "Meine Wolle". Die Wolle reicht dann aber auch für die Bommel. Dazu eine kurze Rundstricknadel, ein Nadelspiel, eine Stopfnadel und eine Schere. Die Stricknadeln haben die Größe 3,5. Die gesamte Wolle hatte ich aus diesem Wollpaket.

Kopfumfang und Maschenaufnahme

Zuerst muss natürlich der Kopfumfang gemessen werden. Dazu mit einem Maßband direkt über den Ohren messen. Nun wird eine Maschenprobe gestrickt. Es reichen dabei zehn Maschen und etwa zehn Reihen, um danach die Anzahl der Maschen zu erreichen. Eine einfache Methode ist das Ausmessen der Maschen pro Zentimeter. Das ergibt bei einem Kopfumfang von 54 Zentimeter und 2,5 Maschen pro Zentimeter 135 Maschen. Für den Bund und das Muster wird eine gerade Anzahl der Maschen benötigt, so dass nur 132 Maschen aufgenommen wurden. Danach wurden die Maschen zur Runde geschlossen und der Bund mit jeweils zwei Maschen rechts und links im Wechsel gestrickt.


Das Muster und die spätere Abnahme


Das Muster wurde auch nur mit rechten und linken Maschen im Wechsel gestrickt. Bei beiden Mützen wurden jeweils sechs Maschen pro Mustersatz genommen. Nach vier Reihen erfolgte der Wechsel. Hatte man mit sechs rechten Maschen die Runde begonnen, so wird die fünfte Runde nach dem Bund mit sechs linken Maschen begonnen. Damit entsteht dieses Kästchenmuster. Natürlich kann man auch mehr Runden pro Mustersatz stricken und erst nach sechs oder gar acht Runden das Muster wechseln.

Um die optimale Höhe der Mütze zu erhalten, wird der Kopfumfang durch drei gerechnet. In diesem Fall 54 Zentimeter durch drei ergibt 18 Zentimeter Höhe. Hat man diesen Wert erreicht, so beginnt die Abnahme. Dazu werden pro Mustersatz jeweils zwei Maschen zusammen gestrickt. Am Beispiel dieser Mützen hat man nach der ersten Abnahme nur noch 112 Maschen. Ob man dabei in der ersten oder letzten Reihe die Maschen abnimmt, ist nicht wichtig. Bei der gelben Mütze wurden jeweils die ersten beiden Maschen nach dem Musterwechsel zusammen gestrickt. Bei der zweifarbigen Mütze waren es die letzten beiden Maschen in der letzten Runde vor dem Musterwechsel.

Wird die Rundstricknadel zu lang, so wechselt man auf das Nadelspiel und zieht am Ende den Arbeitsfaden durch die letzten acht Maschen, die verlieben sind. Am Ende müssen dann nur noch die Fadenenden vernäht werden und fertig ist eine warme Mütze für kalte Tage.

Tipps und Tricks

Damit der Bund wirklich elastisch wird und die Mütze auch ordentlich sitzt, kann man am Bund Lycrafaden einstricken. Dieser ist oft auch unter dem Namen Strick-Elastic im Handel erhältlich. Dieses Gummi sieht man danach kaum, aber es garantiert den guten Sitz einer Mütze ohne Abdrücke zu hinterlassen. Ein nachträgliches Einnähen ergibt nicht den gewünschten Effekt, da dieses dünne Gummi dabei schnell reißt.


Freitag, 3. Oktober 2014

Schreibwettbewerb auf Pagewizz

Vielleicht ist Schreibwettbewerb nicht unbedingt die richtige Bezeichnung. Denn der Autor schreibt ja nur die Texte, aber gewertet werden die Lesungen. Beim letzten Wettbewerb habe ich es immerhin auf den 5. Platz geschafft und mit nur einem Leser Unterschied den 4. Platz verfehlt. Nun möchte ich doch unter die ersten Drei kommen. Die Gewinne sind Gutscheine für Amazon und dafür soll ein WLAN-Router gekauft werden.

Es wäre also schön, wenn Du, lieber Besucher, Dich für einen der eingereichten Texte zum Thema "Dezember" interessieren würdest. Gewertet werden alle Leser bis zum 31. Oktober 2014.


Dienstag, 23. September 2014

Splitterkerzen - Anleitung und Tipps zur Herstellung


Kerzen gießen ist ein individuelles Hobby, welches in Farben und Formen kaum Grenzen setzt. Doch mit dem Gießen von mehrfarbigen Kerzen allein ist die Farbvielfalt nicht ausgeschöpft. Vor allem sogenannte Splitterkerzen, Crushkerzen oder Crackerkerzen sind eine Herausforderung. Wie man Kerzen gießt, wurde schon schon in den Artikeln "Kerzen gießen - Hobby für Individualisten" und "Mehrfarbige Kerzen gießen - Tipps und Tricks" erklärt. Was man zusätzlich für die Splitterkerzen benötigt und wie man sie wirklich herstellt, soll nun in diesem Artikel erklärt werden.
Material und Zubehör
  • Wachs, am besten farbloses bzw. weißes Wachs aus Resten von anderen Kerzen oder neue Wachspastillen. 
  • Eine leere Konservendose, um das Wachs zu schmelzen 
  • ein Topf für das Wasserbad 
  • die Gießform 
  • Dochte
  • Wachssplitter oder Cracker

Die Vorbereitung

Damit beim Gießen die Wachssplitter nicht zu viel farbiges Wachs abgeben, ist es ratsam, sie am Tag vorher in das Gefrierfach zu legen. Dieses schadet dem Wachs nichts, aber sorgt dafür, das sich das die Splitter später gut in der ansonsten weißen Kerze zu erkennen sind. Der Docht wird in der Gießform befestigt, während das weiße Wachs schon zum Schmelzen gebracht wird. Für einen schnelleren Schmelzvorgang sollte erst wenig Wachs in der Konservendose verflüssigt werden. Kleinere Mengen von festem Wachs werden nach und nach zugefügt. Die Wärmezufuhr sollte dabei niedrig gehalten werden, um ein Kochen von Wasser und Wachs zu vermeiden.

Der Gießvorgang

Sobald das Wachs flüssig ist, gibt man die gefrosteten Wachssplitter in die Gießform. Dabei sollte man darauf achten, das sie sich gleichmäßig um den Docht verteilen. Durch leichtes Schütteln rutschen die Wachssplitter enger in der Gießform zusammen. Auch ein leichtes Aufschlagen auf der Arbeitsplatte bewirkt dieses. Wie hoch die Dichte der Wachssplitter sein, soll entscheidet der individuelle Geschmack. Nun wird das flüssige Wachs eingefüllt. Dieses lässt man vorsichtig direkt am Docht in die Form laufen. Auch hier sorgt ein leichtes Aufschlagen der Gießform dazu, das sich das flüssige Wachs gleichmäßig verteilt und eventuelle Luftblasen entweichen können. Sobald die Gießform gefüllt ist und die obersten Wachssplitter komplett bedeckt sind, kann man die Kerze auskühlen lassen. Damit die fertige Kerze später besser aus der Gießform gelöst werden kann, empfiehlt es sich auch hier, diese nach dem Auskühlen für einige Stunden in den Kühlschrank zu stellen.

Hinweise für bessere Gießergebnisse


Bei den Wachssplittern sollte man nur welche mit kräftigen Farbtönen nehmen. Denn durch das weiße Wachs schwächen die Farben optisch ab. Nimmt man helle oder blasse Farben, so sieht man später kaum einen Unterschied zwischen den Splittern und dem restlichen Wachs.

Damit man genügend weißes Wachs einschmilzt, kann man vorher die Wachsreste oder Wachspastillen einmal in die Gießform füllen. Damit hat man genug Wachs, um danach zu garantieren, das man mit einem Gießvorgang die Wachssplitter komplett eingegossen hat. Wenn man auf zwei oder mehr Gießvorgänge arbeitet, so ist später an der Kerze immer zu sehen, wo die Übergänge sind. Dies geht zu Lasten der gesamten Optik.

Sollte man die Wachssplitter so verwenden, wie man sie gelagert hat, so schmelzen sie an, wenn man das flüssige Wachs in die Kerzenform gießt. Das eingefüllte Wachs wird dann später fleckig erscheinen. Um dies zu vermeiden, sollte man den Tipp mit dem Gefrierschrank nutzen.

Dienstag, 15. Juli 2014

Gravur zur Hochzeit

Schon im Juni fiel meinem Mann und seinen Arbeitskollegen ein Tag vor der Feier ein, dass sie noch ein Geschenk benötigen. Aber Frauchen macht das schon und zaubert rechtzeitig ein Unikat für das Brautpaar. Nachdem ich also zum Samstagmorgen ein Windlicht aus Glas, Zierkiesel, Kerze und Schleifenband besorgt hatte, ging ich ans Werk.

Graviertes Windlicht aus Glas

Nachdem die Gravur fertig war, noch schnell ein Foto machen, Glas polieren und dann einpacken. Alles Ton in Ton und hoffentlich eine schöne Erinnerung für das Brautpaar an diesen Tag.
 
Das fertige Geschenk

Freitag, 7. Februar 2014

Schreibwettbewerbe fördern Kreativität

Schreibwettbewerbe gibt es schon lange und werden oftmals von Verlagen durchgeführt. Bisher habe ich da entweder nie das passende Thema gefunden oder die Zeit war zu knapp, um etwas sinnvolles zu Papier zu bringen. Wobei man ja heute weniger mit Papier und Stift seine Werke verfasst, sondern eher einer Datei der diversen Schreibprogramme.
Doch bei Pagewizz habe ich nun das erste Mal an einem Schreibwettbewerb teilgenommen. Dieser läuft noch bis Ende Februar und es zählen die Lesungen auf alle eingereichten Artikel.

Das erste Thema habe ich mir aus den Vorschlägen ausgesucht und recht schnell realisiert. Wer nun wissen möchte, wie ich mein Aquarium sauber mache, darf gerne den Artikel dazu lesen.

Ich gebe zu, dass ich erst beim zweiten Lesen der Teilnahmebedingungen erkannt habe, dass es vielleicht besser ist, wenn man mehrere Artikel zu verschieden Themen einreicht. Also habe ich mich dann die Anleitung für eine Bommel geschrieben.

Danach kam das große Grübeln, über was ich denn noch schreiben könnte. Immerhin sollte der Titel in die Richtung gehen "Wie macht man....?". Da viel mir mein Artikel ein, den ich vor rund zwei Jahren veröffentlicht hatte. Da ging es darum, wie man reagieren soll, wenn Kinder von Fremden angesprochen werden. Da wurden konkret zwei Beispiele vorgestellt und wie die Eltern darauf reagiert haben. Dazu habe ich nun, da immer wieder entsprechende Meldungen in Medien zu finden sind, einen neuen Artikel verfasst. Dieser soll helfen, die Kinder schon vorher für den Schulweg fit zu machen. Wer da also Ratschläge sucht, wird sicherlich Anregungen in meinem Text finden.

Freitag, 17. Januar 2014

Die Schlosserbin

Die Schlosserbin ist eine Kurzgeschichte. Alexandra ist Anfang zwanzig und wird mit einem Millionenerbe konfrontiert. Ob sie dies annimmt und was noch so alles geschieht, wird an dieser Stelle nicht verraten.



Mit dieser Geschichte habe ich mich das erste Mal in den Bereich Belleristik gewagt. Ursprünglich  hatte ich zwar einen kleinen Roman geplant, aber mich dann doch für die kürzere Fassung entschieden. Auf Grund der geringen Seitenanzahl ist die Schlosserbin auch nur als E-Book erhältlich. Sollten noch weitere Kurzgeschichten folgen, wird es auch später eine Taschenbuchausgabe geben.

Montag, 6. Januar 2014

Kerzenwachs einfärben - Möglichkeiten und Hinweise

Um individuelle Farbvarianten beim Kerzengießen zu erhalten, muss man das Wachs selbst einfärben. Dieser Artikel beschreibt verschiedene Möglichkeiten.

Kerzen selbst zu giessen ist ein Hobby, welches immer beliebter wird. Da aber der Wunsch nach individuellen Farbvarianten dabei immer grösser wird, stellt sich schnell die Frage, wie man Kerzenwachs einfärben kann. In diesem Artikel werden die verschiedenen Möglichkeiten beschrieben und dazu auch Vor- und Nachteile genannt. Wie man Kerzen selbst gießt, ist im Beitrag "Kerzen gießen - Hobby für Individualisten" beschrieben. Wie man bei mehrfarbigen Kerzen eine gleichbleibende Dicke der einzenen Farbschichten realisiert, ist im Artikel "Mehrfarbige Kerzen gießen - Tipps und Tricks" erklärt.

Kerzenreste

Die einfachste und auch preiswerteste Variante ist das Nutzen von schon vorhandenen Kerzenresten. Diese sortiert man nach den jeweiligen Farben und schmilzt sie mit neuem, farblosen Wachs zusammen. Je intensiver die Farbe werden soll, desto mehr farbige Kerzenreste werden benötigt. Die Vorteile liegen bei den Kosten, da man vorhandenes Material nutzen kann. Nachteile hat man nur, wenn die Reste nicht ausreichen oder Verschmutzungen vom alten Docht im Wachs enthalten sind. Für die Verarbeitung selbst sollte man die Kerzenreste mit einem Messer, welches nur für das Hobby verwendet wird, zerkleinern. Das verringert den Zeitaufwand beim Schmelzen. Beim Schmelzvorgang selbst sollte viel mit einem Holzstäbchen gerührt werden. Denn nur so kann man gewährleisten, das sich die Farbe gleichmässig auf die Wachsmasse verteilt.

Pigmentpulver

Pigmentpulver ist hochdosiert, so dass man mit sehr wenig davon viel Kerzenwachs einfärben kann. Meist reichen 4 bis 5 Gramm aus, um etwa 2 Kilogramm Kerzenwachs zu färben. Allerdings lässt es sich schlecht dosieren. Denn eine solch grosse Menge Wachs färbt man selten ein, dass man den kompletten Inhalt an Pigmentpulver verbrauchen kann. Zudem ist es im Vergleich zu anderen Varianten recht teuer in der Anschaffung. Selbst wenn man nur die Grundfarben kauft, um diese dann untereinander zu mischen. Wobei das Mischen der Farben hier recht schwierig wird, da es sich, wie schon erwähnt, schlecht dosieren lässt. Auch hier muss man das flüssige Wachs gut umrühren, damit die Farbe gleichmäßig verteilt wird.

Wachspastillen

Das Färben von Wachs mit Wachspastillen ist ähnlich dem Einfärben mit Kerzenresten. Nur dass man hier gleich besser dosieren kann. Man kann hier mit kleinen Mengen beginnen und solange die farbigen Pastillen zugeben, bis die gewünschte Farbintensität erreicht ist. Auch hier reicht der Kauf der Grundfarben, um dann selbst zu mischen. Was sich im Vergleich zum Pigmentpulver wesentlich einfacher handhaben lässt. Allerdings gibt es viele Produkte, welche eine hohe Schmelztemperatur erfordern, so dass das Wachs schon fast köcheln muss. Das ist ein Nachteil bei dieser Möglichkeit, Wachs einzufärben, da man danach das Wachs wieder herunterkühlen muss, um die Giessform nicht zu gefährden. Ein Kilogramm Färbepastillen reicht je nach Farbintensität bis zu 1.000 Kilogramm gefärbtes Wachs.

Wachsmalstifte/-blöcke

Neben dem Einfärben mit vorhandenen Kerzenresten sind die Wachsmalstifte die preiswerteste Variante. Die Farben sind hochkonzentriert und man kann mit einem Messer Wachs abschaben, um es direkt ins flüssige, farblose Wachs zu geben. Kauft man Wachsblöcke, so ist oft ein Schaber aus Plastik mit dabei. Man muss bei dieser Variante nur darauf achten, das die Stifte oder Blöcke einen Bienenwachsanteil haben. Die Farbe kann man durch kleinste Zugaben der Stifte sehr gut dosieren und man kann sie natürlich auch weiterhin zum Malen benutzen. Auch ein Mischen der Farben untereinander ist möglich.

Hinweise für alle Varianten

Bei allen vier Möglichkeiten Kerzenwachs einzufärben gilt, das man zuerst das farblose Wachs verflüssigt. Danach gibt man das Färbemittel hinein und muss gut umrühren, damit sich die Farbe gleichmässig verteilt. Dabei sollte man auch bedenken, das die Farbe noch aufhellt, wenn die gegossene Kerze auskühlt. Wer also in flüssiger Form einen recht hellen Farbton hat, wird vielleicht danach enttäuscht sein, wenn die fertige Kerze fast weiss wirkt. Um dies zu vermeiden, kann man eine Wachprobe machen. Dafür wird ein wenig flüssiges Wachs auf eine hitzebeständige Unterlage gegeben. Dieses härtet schnell aus und man sieht das fertige Ergebnis in kurzer Zeit.
Ist die gewünschte Farbe zu hell, zu gibt man noch Färbemittel zum flüssigen Wachs dazu. Sollte sie doch zu dunkel sein, so muss man noch farbloses Wachs zugeben. Die Wachsprobe kann man auch wieder mit einschmelzen.